Technik
Deckenkühlung: wie Flächenkühlung über die Decke funktioniert
Strahlungskühlung statt Luftzug: Funktionsprinzip, Taupunktproblematik und typische Einsatzbereiche.
Eine Deckenkühlung nutzt dieselbe Fläche wie eine Deckenheizung, nur mit gekühltem Medium. Der Raum wird überwiegend über Strahlung temperiert, nicht über bewegte Luft.
Warum das angenehm ist
Weil kaum Luft bewegt wird, entsteht kein spürbarer Zug und keine Geräuschentwicklung. Das ist in Schlafräumen, Besprechungsräumen und Praxen ein deutlicher Komfortunterschied zu luftgeführten Systemen.
Taupunkt als zentrale Randbedingung
Die Vorlauftemperatur darf nicht so weit abgesenkt werden, dass Feuchtigkeit an der Deckenfläche kondensiert. Deshalb gehört eine Taupunktüberwachung zum System. In Räumen mit hoher Feuchtelast wird zusätzlich über Lüftung entfeuchtet.
Leistungsgrenze
Flächenkühlung deckt moderate Kühllasten ab. Bei großen Glasflächen, hoher Belegung oder starken internen Lasten muss geprüft werden, ob die Fläche allein ausreicht oder ergänzt werden muss.